Keltische Sprache
Für alle, die sich für keltische Sprache interessieren, möchte ich hier eine kleine Auswahl zum alltäglichen Sprachgebrauch veröffentlichen. Die nachfolgenden Beispiele betreffen den Dialekt im südöstlichen keltischen Siedlungsgebiet.
Euer Axio
Prinzipielle Anmerkungen
Bei einigen der Phrasen war eine redliche Übersetzung nicht möglich, da weder die zugrundeliegende Idiomatik im Keltischen noch passende Vokabel bekannt sind.
Wichtig ist:
- alle Vokale sind ungespannt auszusprechen, auch wenn sie lang sind
- die Betonung liegt grundsätzlich auf der vorletzten Silbe des Wortes
- anders als im Deutschen sind Vokallänge und Akzent getrennt, z.B. Im Wort atîr („Vater“): das a ist betont, aber kurz, das i ist unbetont, leise, aber lang, also etwa A-tiir.
- s ist stimmlos.
Wichtig ist immer die Unterscheidung, wer angesprochen wird, deswegen sind wo nötig Einzahl- und Mehrzahlformen angegeben. Das gilt besonders auch für die Begrüßung – nicht jeder Mensch oder jede Gruppe von Menschen darf mit einem formlosen „Hallo“ angeredet werden.
Dorfleben
Danke Ratos dêuon toi/suebos pueti.(=“Die Gnade der Götter sei mit dir / euch!“)
Bitte Arcû te / sues („Bitte dich / euch!“)
Ja Tod
Nein Nê (bzw. verneintes Verb)
Was? Pid?
Kannst du mir das geben? Ro-ed-addas moi?
Kannst du mir helfen? Uo-me retsi?
Hallo AIa! [’aja] („Heda!“)
Sues! („He, ihr da!“)
Subutâ tei / suebos! („Grüß dich! / Grüß euch!“)
Wie geht es dir? Pû esi?
Gut geschlafen? Pû ro-tolessi?
Auf Wiedersehen Ratos dêuon toi / suebos!
Ich habe Hunger/Durst Gortiâ/tartos moi esti
Was ist das? Pid sod esti?
Ich habe Angst! Obnos moi esti.
Mama Mâtîr oder Mama
Wann kommt Papa? Poni atîr tu-têget? bzw. Poni tata tu-têget?(atîr=Vater, tata=Papa)
Prost! Iacca dâga! , oder: slâniâ(n)
Jagd
Los! Au!
Lauf! Rete! pl.: Retete!
Warte! Ana! pl: Anate!
Halt! Siste! / pl: Sistete!
Schaut – ein Reh! Derkete – iorkos!
Wir gehen zu unseren Familien zurück. – Do ueniâs tu-inxsemos!
Ausruf/Redewendung in höchster Not/Panik:
Ratos Lugous moi! („Lug möge mir gnädig sein!“)